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Saalplan

Samstag, 2. März 2024
20:00 • Erwin-Piscator-Haus • Preise A
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Göttinger Symphonieorchester | Timothy Ridout

  • Charles Olivieri-Munroe, Leitung
  • Timothy Ridout, Viola
  • Robert Schumann (1810 – 1856), Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52
  • Bohuslav Martinů (1890 – 1959), Rhapsody-Concerto für Viola und Orchester H 337
  • Franz Schubert (1797 – 1828), Sinfonie Nr. 4 c-Moll „Tragische“ D 417

Angesichts seiner 150-jährigen Geschichte zählt das Göttinger Symphonieorchester bundesweit zu den traditionsreichsten Orchestern und ist mit über 100 Konzerten und mehr als 90.000 Zuhörern pro Jahr zugleich einer der erfolgreichsten und inspirierendsten Klangkörper im gesamten mittel- und norddeutschen Raum. Auch in Marburg sind die Musiker aus Niedersachsen immer wieder gern gesehene Gäste.

Mit Charles Olivieri-Munroe steht ein ausgesprochener Spezialist für das slawische Repertoire am Pult. Geboren in Malta, wuchs er in Toronto auf, wo er auch am Royal Conservatory of Music Klavier studierte. Seine internationale Karriere startete Charles Olivieri-Munroe nach dem Gewinn des internationalen Dirigenten-Wettbewerbs beim Festival Prager Frühling im Jahr 2000. Seitdem gehört er zu den bedeutensten und vielgereistesten Dirigenten der Gegenwart, der mit renommierten Orchestern auf allen Kontinenten zusammenarbeitet.

Mit dem hochgelobten jungen britischen Bratschisten Timothy Ridout konnte für Martinůs Rhapsody-Concerto ein Solist verpflichtet werden, der sich innerhalb kürzester Zeit in die Riege der großen Bratschisten der Szene gespielt hat. Als BBC New Generation Artist und Borletti-Buitoni Trust Fellow ist er bereits heute einer der meist gefragten Bratschisten seiner Generation.

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Beflügelt durch den Erfolg seiner 1. Sinfonie, der sogenannten Frühlingssinfonie, welche die vergangene Konzertverein-Saison ausklingen ließ, nahm Robert Schumann im Frühjahr 1841 ein weiteres großes Orchesterwerk in Angriff: Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52. Brillant der Orchestersatz in der Ouvertüre, das leichtfüßig daherkommende Scherzo hat sein Vorbild in der barocken Gigue und das Finale ist kontrapunktisch ungemein dicht gearbeitet. Es entstand in seiner endgültigen Fassung erst vier Jahre nach der Leipziger Uraufführung.

Mit Bohuslav Martinůs zweisätzigem Rhapsody-Concerto folgt im Programm eines der am häufigsten aufgeführten Bratschenkonzerte des 20. Jahrhunderts. Den Auftrag zur Komposition erhielt der gebürtige Tscheche in den USA vom Solobratschisten des Cleveland Orchestras, der es dann 1953 unter der Leitung von Georges Szell uraufführte. Trotz mancher Gelegenheit zu Virtuosentum ist der Charakter des Werkes überwiegend lyrisch und still.

Franz Schubert komponierte insgesamt acht Sinfonien, von denen sich allerdings nur die siebte, die sogenannte Unvollendete, und die achte, die sogenannte große C-Dur-Sinfonie mit den sinfonischen Meisterwerken etwa eines Ludwig van Beethoven messen können. So hat etwa die 4. Sinfonie des 19-jährigen Schubert, die er selbst „Tragische“ nannte, mit c-Moll die gleiche Grundtonart wie Beethovens Fünfte. Aber zwischen beiden Werken liegen Welten. Gleichwohl ist Schuberts Vierte ein hörenswertes Werk.