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Sonntag, 6. März 2022
20:00 • Erwin-Piscator-Haus • Preise B
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Klavierabend | Fabian Müller

  • Fabian Müller, Klavier
  • Franz Schubert (1797 – 1828), Sonate für Klavier Nr. 19 c-Moll D 958
  •   Klaviersonate Nr. 20 A-Dur D 959
  •   Klaviersonate Nr. 21 B-Dur D 960

Fabian Müller konnte sich in den letzten Spielzeiten als einer der bemerkenswertesten deutschen Pianisten seiner Generation etablieren. Für großes Aufsehen sorgte er 2017 beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München, bei dem er gleich fünf Preise erhielt, darunter den Publikumspreis. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte zu seiner Aufführung von Beethovens drittem Klavierkonzert im Rahmen des Wettbewerbs: „Eminent klar, durchsichtig, spannungsvoll in jeder Phrase und in jedem Ton war das musiziert. So kontrolliert und rund im Anschlag, aber immer mit feinem Ausdruck und Sinn für Struktur und Spannungsverläufe zu spielen, ist ein Glücksfall.“

Ein Glücksfall war es auch, dass Fabian Müller darüber hinaus sowohl das Marburger Publikum als auch die hiesige Presse in der vorletzten Spielzeit mit seiner Interpretation der Sonate für Klavier g-Moll op. 22 von Robert Schumann zu begeistern wusste. Eine Wiedereinladung für ein vollständiges Klavier-Recital stand daher außer Frage und so präsentiert er sich an diesem Abend ohne seine Kammermusikpartner Theo Plath und Nemorino Scheliga mit einem anspruchsvollen, ganz den späten Sonaten Franz Schuberts gewidmeten Programm.

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Die drei Klaviersonaten Nr. 19, 20 und 21 sind die letzten Werke, die Franz Schubert in seinem kurzen Leben vollendet hat, und damit das Spätwerk eines erst 31-Jährigen. Entstanden in den letzten Lebensmonaten zwischen Frühjahr und Herbst 1828 wurden sie erst zehn Jahre später veröffentlicht und von der zeitgenössischen Kritik und noch im gesamten 19. Jahrhundert – vermutlich aufgrund der übermächtigen Stellung Ludwig van Beethovens – vollkommen unterschätzt. Heute zählen Schuberts letzte Sonaten zu den wichtigsten und reifsten Werken des Komponisten. Musik voll Schönheit und Trauer, Leben und Todesahnung – Musik, die zum Persönlichsten zählt, das Franz Schubert je geschaffen hat.