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Freitag, 21. Januar 2022
20:00 • Erwin-Piscator-Haus • Preise B
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Signum Quartett
„Der Tod und das Mädchen“

  • Florian Donderer, Violine
  • Annette Walther, Violine
  • Xandi van Dijk, Viola
  • Thomas Schmitz, Violoncello
  • Joseph Haydn (1732 – 1809), Streichquartett D-Dur op. 20/4 Hob III:34
  • Matthijs van Dijk (﹡1983), „(rage) rage against the“
  • Priaulx Rainier (1903 – 1986), Quartet for Strings (1939)
  • Franz Schubert (1797 – 1828), Streichquartett Nr. 14 d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ D 810

Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen in der internationalen Quartettszene gesetzt. Höchste Intensität und feinste Differenzierungen zeichnen das Spiel der vier Musiker aus. Eine schlüssige Dramaturgie in der Programmgestaltung wird mit kompromissloser Perfektion und selbstverständlicher Leichtigkeit der Interpretation umgesetzt.

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Die sechs 1772 entstandenen Streichquartette op. 20 von Joseph Haydn bilden in der Geschichte der Gattung einen ersten, einsamen Gipfelpunkt. Kompositionstechnik, Einfallsreichtum und Experimentierfreude – Haydn hat hier Meisterwerke vorgelegt, die in ihrer Zeit konkurrenzlos dastanden. In jedem der sechs Quartette hat Haydn eine eigene Welt des Ausdrucks und der Formensprache umrissen. Bedauerlicherweise hört man diese Kostbarkeiten nur wenig in Konzerten. Signum Quartett hat sich für das vierte aus diesem Zyklus der auch als „Sonnenquartette“ bekannten Werke entschieden, das Streichquartett D-Dur op. 20/4.

Zwei Südafrikanische Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert werden von Klassikern der Quartettliteratur gerahmt. Priaulx Rainier, die später als Geigerin und Komponistin in London lebte, konnte ihren internationalen Durchbruch mit dem 1939 entstandenen Quartet for Stings erzielen. Etwas über 60 Jahre später wurde Matthijs van Dijk der nach Priaulx Rainier benannte Kompositionspreis verliehen. Sein „(rage) rage against the“ wurde im Jahre 2018 vom Signum Quartett uraufgeführt.

Eines der bekanntesten Streichquartette Franz Schuberts überhaupt ist „Der Tod und das Mädchen“, das sich im zweiten Satz auf das gleichnamige Kunstlied nach einem Gedicht von Matthias Claudius bezieht. Mit dem Titel ist jedoch kein bestimmtes Mädchen gemeint, sondern der Mensch selbst in all seiner Vergänglichkeit. In ungewohnt schroffer und düsterer Tonsprache, die seine Zeitgenossen durchaus irritierte, lotet Schubert musikalisch die Extreme menschlicher Existenz zwischen Jugend und Alter, Leben und Tod aus.