Konzertreihe des Marburger Konzertvereins Kalender abonnieren
Konzerte internationalen Niveaus in Marburg

Der Marburger Konzertverein veranstaltet jeweils im Winterhalbjahr zehn Konzerte mit „klassischer“ Musik von Barock bis Moderne. Diese Konzerte werden jährlich von über 5000 Musikliebhabern aus Marburg und seiner mittel-, ober- und nordhessischen Umgebung besucht. Sie werden von der Stadt Marburg und von anderen öffentlichen wie auch von privaten Förderern unterstützt.

Der Konzertverein wurde 1786 unter dem Namen „Gesellschaft des Liebhaber-Concerts zu Marburg“ gegründet – noch vor der Französischen Revolution. Er blickt als älteste kulturelle Vereinigung Marburgs auf eine über 230-jährige Geschichte zurück. Heute sind wir ein gemeinnütziger Verein.

Die Konzerte finden im 2016 neu gestalteten Erwin-Piscator-Haus statt und beginnen üblicherweise um 20 Uhr. Jeweils eine Stunde zuvor laden wir Sie zu einem der beliebten Einführungsvorträge ein. Für Pausenverköstigung ist gesorgt. — Überdies bieten wir nach ausgewählten Konzerten auch Künstlergespräche oder Gelegenheiten an, die Künstler zu treffen: Erleben Sie die Künstler des Abends und nehmen Sie teil am Austausch über das Gehörte, über Intentionen oder musikalische Auffassungen.

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Konzertsaison 2019/2020 Zur Konzertübersicht

Liebe Musikfreunde

Nachdem wir eine an Höhepunkten reiche Saison 2018/2019 im Mai dieses Jahres mit dem umjubelten Konzert des vision string quartet beendet haben, sind wir voller Vorfreude auf die anstehende Saison 2019/2020, zu der wir Sie hiermit herzlich willkommen heißen.

Auch in diesem Jahr haben wir uns bemüht, ein breit gefächertes Programm zusammenzustellen, das sowohl die Liebhaber großer Sinfoniekonzerte als auch die Kammermusikfreunde auf ihre Kosten kommen lässt.

Im letzten Jahr standen nur drei Orchesterkonzerte auf dem Programm und in diesem Jahr können sie sich bereits wieder auf vier Orchester freuen. So beginnen wir die Saison mit dem Händelfestspielorchester Halle und einem musikalischen Gipfeltreffen zwischen Georg Friedrich Händel und Christoph Willibald Gluck. Wir feiern den Frühling 2020 mit Robert Schumann und der Vogtland Philharmonie, die uns gemeinsam mit dem Pianisten Chi Ho Han auch Beethovens erstes Klavierkonzert präsentieren wird. Mit der Sächsischen Bläserphilharmonie treffen wir auf das einzige professionelle zivile sinfonische Orchester Deutschlands in reiner Bläserbesetzung und ihr abwechslungsreiches Programm zwischen Richard Wagner, Friedrich Gulda und Dimitri Schostakowitsch. Ganz besonders freuen wir uns aber natürlich, dass wir nach langjähriger Pause das hr-Sinfonieorchester endlich wieder in Marburg begrüßen können, und das mit einem ganz besonderen, eindeutig britisch geprägten Konzert. Der Dirigent des Abends, Nicholas Collon, stammt ebenso aus England wie der junge Cellovirtuose Sheku Kanneh-Mason, der den Solo-Part im Cellokonzert seines Landsmanns Edward Elgar übernimmt und einem breiten Publikum durch seinen musikalischen Auftritt bei der Hochzeitszeremonie im britischen Königshaus bekannt geworden ist.

Kammermusikalisch ist vom Soloabend über Duo-, Trio- und Quartettbesetzungen bis hin zum Oktett in dieser Saison alles dabei, was das Herz begehrt. Freunde des Streicherklangs kommen ebenso auf ihre Kosten wie Holz- und Blechbläserfans oder Liebhaber der Klaviermusik. Im Beethovenjahr 2020 wird zum 250. Geburtstag des großen Meisters natürlich Musik aus seiner Feder zu hören sein, aber auch Dimitri Schostakowitsch ist mit Werken vom Klaviertrio bis zum Sinfoniekonzert vertreten.

Die Zahl Zwei zieht sich wie ein roter Faden fast durch die ganze Saison. An einem Abend werden für Yaara Tal und Andreas Groethuysen, das führende Klavierduo unserer Tage, zwei Flügel auf der Bühne stehen, während wir an einem anderen Abend mit dem Mandelring Quartett und dem Minetti Quartett gleich zwei Streichquartette der Extraklasse erleben dürfen, die uns dann auch noch gemeinsam mit Felix Mendelssohn Bartholdys unvergleichlichem Streichoktett erfreuen. Zweimal werden in dieser Saison auch Sänger zu hören sein: So wird der junge venezolanische Soprano Samuel Mariño die Saison mit Händel-Arien eröffnen und die Sopranistin Sibylla Rubens wird sie gemeinsam mit Carl-Martin Buttgereit und Johannes Blumenröther und Werken von Gustav Jenner beschließen. Zwei Trios bereichern ebenfalls das abwechslungsreiche Programm, zum einen das Busch Trio, ein junges Klaviertrio aus Brüssel, mit Werken von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Dimitri Schostakowitsch und zum anderen mit dem Fagottisten Theo Plath, dem Klarinettisten Nemorino Scheliga und dem Pianisten Fabian Müller drei junge Musiker, die sich und ihre Instrumente in Marburg in wechselnden Besetzungen präsentieren.

Ein dem Marburger Publikum bekanntes Gesicht ist das des Pianisten Benjamin Moser, den wir bereits nach zwei Jahren zum zweiten Mal wieder bei uns begrüßen dürfen und der mit Werken von George Gershwin, Claude Debussy, César Franck und Maurice Ravel diesmal ganz andere Facetten seines Könnens präsentieren wird als bei seinem letzten Besuch. Ein Wiedersehen gibt es auch mit dem Cellisten Jakob Spahn, der, nachdem er den langjährigen Vorsitzenden Dr. Friedemann Nassauer im letzten Jahr mit einem mitreißenden Soloprogramm verabschiedet hat, in dieser Saison gemeinsam mit der Sächsischen Bläserphilharmonie etwas ganz anderes im Programm hat. Gemeinsam spielen sie in Erinnerung an ein legendäres Konzert Guldas in Marburg sein Konzert für Violoncello und Blasorchester, das so hier noch nie zu hören war.


Außerhalb der Abonnementreihe wird, wie bereits in den letzten Jahren die Junge Marburger Philharmonie unsere jüngsten Konzertbesucher an klassische Musik heranführen. Sie nehmen ihr Publikum mit auf die wohl bekannteste musikalische Flussfahrt überhaupt und lassen Bedřich Smetanas Sinfonische Dichtung „Die Moldau“ in kindgerechter Form erklingen.


In Planung sind nach einigen der Konzerte zusätzliche Aktionen wie beispielsweise Künstlergespräche oder ein gemeinsamer geselliger Ausklang der Konzerte. Da dies häufig nur kurzfristig zu organisieren ist und postalische Einladungen daher nicht möglich sind, erleichtern Sie uns die Arbeit, wenn Sie uns, falls Sie das noch nicht getan haben, unter konzerte@marburger-konzertverein.de eine eMail-Adresse zukommmen lassen, unter der wir Sie einladen dürfen.


Freuen Sie sich mit uns auf ein Programm, dessen musikalischer Bogen sich spannt von der Barockmusik Glucks und Händels bis hin zu den Studien für zwei Klaviere nach Bachs Kunst der Fuge von Reinhardt Febel. Genießen Sie mit uns Musik von diesseits und jenseits des Atlantiks und lassen Sie sich mit uns ein auf bewährtes aber auch ungewöhnliches Repertoire. Wir wünschen Ihnen und uns eine Saison voller Konzerterlebnisse mit mitreißenden Interpreten und unvergesslicher Musik.

Im Namen des Vorstands
Dr. Katrin Hensel