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Freitag, 12. April 2019
20:00 Uhr • Erwin-Piscator-Haus • Preise B

Nils Mönkemeyer & William Youn
Nachtgesänge

  • Nils Mönkemeyer, Viola
  • William Youn, Klavier
  • Claude Debussy (1862 – 1918), Beau Soir
  • Benjamin Britten (1913 – 1976), Lachrymae op. 48
  • César Franck (1822 – 1890), Sonate A-Dur
  • Franz Schubert & Franz Liszt, Lied-Transkriptionen: „Auf dem Wasser zu singen“
  • Franz Liszt (1811 – 1886), Soirée de Vienne S 427/6
  • Rebecca Clarke (1886 – 1979), Viola Sonata (1919)

Künstlerische Brillanz und innovative Programmgestaltung sind das Markenzeichen, mit dem Nils Mönkemeyer sich in kurzer Zeit als einer der international erfolgreichsten Bratschisten profiliert und der Bratsche zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat.

In den letzten Jahren brachte er zahlreiche Alben heraus, die alle von der Presse hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Seine Programme spannen den Bogen von Entdeckungen und Ersteinspielungen originärer Bratschenliteratur des 18. Jahrhunderts bis hin zur Moderne und zu Eigenbearbeitungen. Die beiden jüngst erschienenen CDs sind Einspielung von Walton, Bruch und Pärt mit den Bamberger Symphonikern unter Leitung von Markus Poschner sowie ein kammermusikalisches Album „Baroque“, mit dem Nils Mönkemeyer ein faszinierendes Panorama um Bach und die französische Musik der Zeit offenbart.

Nils Mönkemeyer arbeitet mit Dirigenten wie Andrej Boreyko, Sylvain Cambreling, Elias Grandy, Christopher Hogwood, Cornelius Meister, Mark Minkowski, Kent Nagano, Michael Sanderling, Clemens Schuldt, Karl-Heinz Steffens, Markus Stenz, Mario Venzago oder Simone Young zusammen und konzertiert als Solist mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, den Musiciens du Louvre, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Berner Symphonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem Frankfurter Museumsorchester, dem MDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Staatskapelle Weimar, den Bremer Philharmonikern, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne oder den Berliner Barock Solisten.

Die Saison 2018/2019 führt ihn wieder auf die großen internationalen Podien, unter anderem in den Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, die Wigmore Hall London, das Auditori Barcelona, Brisbane, Salle Métropole Lausanne, Victoria Hall Genf, die Philharmonie und Konzerthaus Berlin, die Elbphilharmonie, die Philharmonie Köln, Dresdner Philharmonie, die Alte Oper Frankfurt und das Münchner Prinzregententheater sowie zu zahlreichen Festivals wie dem Mito Festival in Mailand und Turin und dem Bachfest Montreal, dem Rheingau Musik Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival sowie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Zu seinen kammermusikalischen Projekten dieser Saison zählen unter anderem das Trio mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott sowie das Klavierquartett mit Alina Ibragimova, Christian Poltéra und William Youn.

Auch am heutigen Abend erleben wir Nils Mönkemeyer gemeinsam mit eben diesem William Youn, den die Presse als einen „echten Poeten“ mit „bravouröser Anschlagstechnik“ lobt. Seine Ausbildung begann der Kosmopolit in Korea. In frühester Jugend zog er nach Amerika, wechselte später erneut den Kontinent und ging an die Musikhochschule Hannover sowie als Stipendiat an die Piano Academy Lake Como, wo er mit Künstlerpersönlichkeiten wie Karl-Heinz Kämmerling, Dmitri Bashkirov, Andreas Staier, William Grant Naboré oder Menahem Pressler regelmäßig arbeitete.

Seit vielen Jahren lebt der Pianist nun in seiner Wahlheimat München. Er konzertiert international von Berlin über Seoul bis New York mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Münchner Kammerorchester, dem Belgischen Nationalorchester oder dem Seoul Philharmonic Orchestra.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Youn besonders mit Nils Mönkemeyer, aber auch mit Sabine Meyer, Julian Steckel, Veronika Eberle, Johannes Moser und dem Signum Quartett. Vermehrt tritt Youn wie bei den Festspielen Mecklenburg Vorpommern auch am Hammerflügel auf.

International liegen zahlreiche CD-Veröffentlichungen von William Youn vor. Gemeinsam mit Nils Mönkemeyer erschien eine CD mit Werken von Brahms sowie die Einspielung „Mozart with friends“ mit Sabine Meyer, Julia Fischer und Nils Mönkemeyer, die mit dem ECHO Klassik 2017 in der Kategorie Kammermusikeinspielung ausgezeichnet ist. Sein gerade vollendeter Mozart-Zyklus mit sämtlichen Klaviersonaten wurde in der Presse hochgelobt und mit Preisen ausgezeichnet.

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Unter dem Titel „Nachtgesänge“ präsentieren Nils Mönkemeyer und William Youn ein Programm, das die klanglichen und vor allem auch gesanglichen Möglichkeiten von Bratsche und Klavier auslotet.

So ist das 1878 entstandene „Beau Soir“ aus der Feder von Claude Debussy ursprünglich ebenso ein Lied für Singstimme und Klavier, wie Franz Schuberts „Auf dem Wasser zu singen“, das in einer Transkription von Franz Liszt erklingt.

Mit Benjamin Brittens Lachrymae op. 48 hören wir ein 1950 für die Besetzung Bratsche und Klavier komponiertes Werk, das den Untertitel „Reflexionen über ein Lied von John Dowland“ trägt, wobei es sich um das herzergreifende „If my complaints could passions move“ des englischen Renaissance-Komponisten handelt.

César Francks A-Dur Sonate war ursprünglich ein klingendes Hochzeitsgeschenk Francks zur Vermählung seines Freundes, des Geigenvirtuosen Eugéne Ysaÿe, und ist demnach ursprünglich eine Sonate für Violine und Klavier, die uns Nils Mönkemeyer heute in seiner Interpretation für die Bratsche zu Gehör bringt.

Auch Franz Liszts Valse Caprice No. 6 aus „Soirée de Vienne“ beruht wie so viele Werke des großen Klaviervirtuosen auf dem Werk eines anderen großen Meisters. Wieder ist es Franz Schubert, dessen drei Walzer D 969/9, D 969/10 und D 779/13 aus den Valses nobles sowie Valses sentimentales die Grundlage für Liszts Caprice bilden.

Die englische Komponistin und Bratschistin Rebecca Clarke ist vor allem mit ihrer der Bratsche gewidmeten Kammermusik im Gedächtnis geblieben. So hören wir heute ihre 1919 unter großem Beifall uraufgeführte Bratschensonate, die mit ihren dichten Harmonien, ihrem emotionalen Charakter und ihrer rhythmischen Komplexität charakteristisch ist für Clarkes Stil.