Konzertsaison 2026/2027
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06
Saison
2026



Samstag, 6. März 2027
20:00 • Erwin-Piscator-Haus • Preise A
Philharmonisches Orchester Gießen | Nikita Boriso-Glebsky
Werke aus dem Freundeskreis Joseph Joachims
- Nikita Boriso-Glebsky, Violine
- Andreas Schüller, Leitung
- Joachim Raff (1822 – 1882), „Dame Kobold“ Ouvertüre (1870)
- Joseph Joachim (1831 – 1907), „Thema und Variationen“ (1882)
- Johannes Brahms (1833 – 1897), „Tragische Ouvertüre“ (1880)
- Max Bruch (1838 – 1920), Violinkonzert Nr. 1 (1868)
Musikalische Freundschaften
Das Philharmonische Orchester Gießen ist bekannt für seine Neugier auf außergewöhnliche Programmideen und seine Fähigkeit, musikalische Zusammenhänge auf lebendige Weise erlebbar zu machen. Mit durchdachten Konzertprogrammen verbindet das Orchester Bekanntes mit Entdeckungen und eröffnet seinem Publikum immer wieder neue Perspektiven auf das Repertoire.
Unter der Leitung von Andreas Schüller begegnet das Orchester dem Geiger Nikita Boriso-Glebsky, einem international gefragten Violinisten, dessen Interpretationen durch technische Brillanz, stilistische Souveränität und große musikalische Gestaltungskraft überzeugen. Seine intensive Auseinandersetzung mit dem romantischen Repertoire macht ihn zu einem idealen Partner für diesen Konzertabend. Schüllers Dirigate verbinden strukturelle Klarheit mit einem feinen Gespür für klangliche Balance und musikalische Dramaturgie. Gemeinsam widmen sich Dirigent, Solist und Orchester einem Programm, das musikalische Verbindungen sichtbar macht und den Reichtum der romantischen Orchesterliteratur in den Mittelpunkt stellt.
Das Programm folgt einer ebenso klugen wie reizvollen Idee: Es richtet den Blick auf das künstlerische Umfeld Joseph Joachims und lädt dazu ein, vertraute Meisterwerke in einem neuen Zusammenhang zu erleben. So entsteht ein Konzertabend, der musikalische Entdeckungen mit großer romantischer Orchesterliteratur verbindet und Lust macht, bekannte Wege einmal anders zu gehen und musikalische Zusammenhänge neu zu entdecken.
✽ ✽ ✽
Der Geiger Joseph Joachim hatte einen weit verzweigten Freundes- und Kollegenkreis. Dazu zählte der heute weitgehend vergessene Schweizer Komponist Joachim Raff, der von Franz Liszt sehr geschätzt wurde. In Liszts Weimarer Zeit wurde Raffs komische Oper Dame Kobold uraufgeführt, deren spritzige Ouvertüre das Konzert eröffnet.
Danach kommt Joachim als Komponist zu Gehör – mit „Thema und Variationen“ für Violine und Orchester.
Der sicher prominenteste Freund Joachims war Johannes Brahms, dessen Tragische Ouvertüre erklingen wird. Joachim hat Brahms als Uraufführungsinterpret bei der Komposition seines D-Dur-Violinkonzertes beraten.
Und auch Max Bruch hat Joachim bei der Komposition seines populären g-Moll-Violinkonzertes zu Rate gezogen.