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05

Saison

2026

Samstag, 20. Februar 2027
20:00 • Erwin-Piscator-Haus • Preise B

Minguet Quartett | Matthias Buchholz

  • Minguet Quartett, Streichquartett
  • • Ulrich Isfort, Violine
  • • Annette Reisinger, Violine
  • • Aida-Carmen Soanea, Viola
  • • Matthias Diener, Cello
  • Matthias Buchholz, Viola
  • Johannes Brahms (1833 – 1897), 1. Streichquintett op. 88 (1882)
  • Alexander Zemlinsky (1871 – 1942), Streichquartett Nr. 3 op. 19 (1924)
  • Anton Bruckner (1824 – 1896), Streichquintett WAB 112 (1878/79)

Eine Stimme mehr – Vom Quartett zum Quintett

Mit Ulrich Isfort und Annette Reisinger, Aida-Carmen Soanea und Matthias Diener gehört das Minguet Quartett seit vielen Jahren zu den prägenden Ensembles der deutschen Kammermusik. Sein Spiel verbindet musikalische Präzision mit einer großen gestalterischen Offenheit und einer lebendigen Auseinandersetzung mit dem Repertoire.

Benannt nach dem spanischen Philosophen und Musiktheoretiker Pablo Minguet, der sich im 18. Jahrhundert für die Verbreitung von Kunst und Kultur einsetzte, versteht sich das Quartett als Vermittler zwischen Werk, Interpreten und Publikum. Zahlreiche Auszeichnungen sowie Einladungen zu renommierten Festivals und Konzertreihen haben das Ensemble international etabliert.

Für diesen Konzertabend erweitert Matthias Buchholz, einer der renommiertesten Bratschisten seiner Generation, das Quartett zum Streichquintett. Die zusätzliche Klangfarbe der zweiten Viola eröffnet neue klangliche Perspektiven und bereichert das kammermusikalische Zusammenspiel um eine weitere Dimension.

Fünf eigenständige Stimmen verschmelzen zu einem gemeinsamen Klangbild und entfalten jene besondere Balance aus Transparenz, Wärme und Ausdruckskraft, die den Reiz des Streichquintetts ausmacht.

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Johannes Brahms nannte sein im Mai 1882 komponiertes 1. Streichquintett F-Dur op. 88 ein „Frühlingsprodukt“. So zeichnet es sich durch eine für diesen Komponisten ungewöhnlich heitere Grundstimmung aus.

In derselben Tonart steht Anton Bruckners 1878/79 komponiertes Streichquintett – das einzige Kammermusikwerk des spätromantischen Sinfonikers. Den kann er auch in seinem Quintett nicht verleugnen.

Zu den wichtigsten Gattungsbeiträgen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählen die vier Streichquartette Alexander Zemlinskys. Das 1924 entstandene dritte Quartett greift mit seiner ironischen Distanziertheit des Tons aktuelle neoklassische Tendenzen der 1920er-Jahre auf.