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Saison

2026

Samstag, 31. Oktober 2026
20:00 • Erwin-Piscator-Haus • Preise B

Olga Scheps | Klavierabend
Klavierabend

  • Olga Scheps, Klavier
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), Sonate Nr. 8 a-Moll KV 310 (1778)
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), Sonate Nr. 16 C-Dur KV 545 (1788)
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), Fantasie d-Moll KV 397 (1782)
  • Frédéric Chopin (1810 – 1849), Fantasie f-Moll op. 49 (1841)
  • Frédéric Chopin (1810 – 1849), Sonate Nr. 3 h-Moll op. 58 (1844)

Von Leichtigkeit und Tiefe

Olga Scheps gehört zu den profiliertesten Pianistinnen ihrer Generation. Mit ihrem unverwechselbaren Ton und ihrer feinsinnigen Musikalität schafft sie Momente von großer Intensität und unmittelbarer Nähe. Ihr Spiel verbindet technische Brillanz mit Eleganz, Klarheit und einer besonderen Sensibilität für die musikalische Aussage eines Werkes.

Die vielfach ausgezeichnete Pianistin ist auf bedeutenden Konzertbühnen Europas und darüber hinaus zu Hause. Als Solistin arbeitet sie mit renommierten Orchestern und Dirigenten zusammen und überzeugt durch ihre Fähigkeit, Werke mit persönlicher Handschrift und großer gestalterischer Sorgfalt zum Leben zu erwecken.

Jedes ihrer Konzerte lebt von der unmittelbaren Verbindung zwischen Künstlerin und Publikum. Olga Scheps versteht es, musikalische Geschichten zu erzählen und eine Atmosphäre zu schaffen, die lange nachklingt. Ein Klavierabend, der die Zuhörer auf eine ebenso berührende wie inspirierende musikalische Reise mitnimmt, die über den Konzertmoment hinaus nachwirkt.

✽ ✽ ✽

Frédéric Chopin hat Wolfgang Amadeus Mozart zeitlebens verehrt – für dessen Klarheit, Formvollendung und Gesanglichkeit. Und für seine Beerdigung wünschte er sich Mozarts Requiem. Es ergibt also Sinn, Werke beider Meister einander gegenüberzustellen.

In der beklemmend düsteren a-Moll-Sonate KV 310 schlägt Mozart einen für ihn eher seltenen Sturm-und-Drang-Ton an, während die zehn Jahre später entstandene C-Dur-Sonate KV 545 ihn von seiner heiteren, bei aller leichten Spielbarkeit („Sonata facile“) musikalisch aber anspruchsvollen Seite zeigt. In der zeitlich dazwischen liegenden d-Moll-Fantasie KV 397 erweist er sich als hochexpressiver Tragiker.

Chopins f-Moll-Fantasie op. 49 kehrt seine heroische Seite hervor. Seine dritte und letzte Klaviersonate h-Moll op. 58 zählt zu seinen bedeutendsten Schöpfungen überhaupt.