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Samstag, 25. April 2020
20:00 Uhr • Erwin-Piscator-Haus • Preise A

Vogtland Philharmonie

  • David Marlow, Leitung
  • Chi Ho Han, Klavier
  • Franz Schubert (1797 – 1828), Rosamunde-Ouvertüre D 644
  • Ludwig van Beethoven (1770 – 1827), Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
  • Robert Schumann (1810 – 1856), Sinfonie Nr. 1 B-Dur „Frühlingssinfonie“ op. 38

Dieses Konzert wird großzügig gefördert von Manfred Thedinga · Rosen-Apotheke am Wilhelmsplatz.

Mit der Rosamunde-Ouvertüre Franz Schuberts eröffnet die Vogtland Philharmonie unter David Marlow einen Konzertabend, dessen Programmgestaltung sowohl das Jubiläumsjahr 250 Jahre Ludwig van Beethoven als auch die Jahreszeit berücksichtigt. Diese Ouvertüre, deren Wiederholung unter lautem Beifallklatschen verlangt wurde, kam beim Publikum der Uraufführung des Schauspiels „Rosamunde, Fürstin von Cypern“ so gut an, dass sie uns glücklicherweise erhalten blieb. Das Theaterstück jedoch wurde bereits nach einer weiteren Vorstellung abgesetzt und nie wieder gespielt. Ein Schicksal, das der Bühnenmusik Franz Schuberts erspart blieb.

Im April 1800 uraufgeführt, erklingt anschließend Ludwig van Beethovens erstes Klavierkonzert fast auf den Tag genau 220 Jahre danach in der Universitätsstadt Marburg. Sein erstes Klavierkonzert hat sich der virtuose Pianist Beethoven auf den Leib geschrieben und vieles von seiner pianistischen Vortrags- und Improvisationskunst in dieses frühe Werk einfließen lassen. Es fand sogleich große Beachtung, denn die breite Anlage, die große Orchesterbesetzung sowie der kraftvoll-brillante Solopart bedeuteten eine klare Weiterentwicklung dieser Gattung nach Mozart. An diesem Abend erleben wir dieses Werk mit dem Pianisten Chi Ho Han am Flügel.

Robert Schumanns Frühlingssinfonie ist ein zeitloses Werk, das steht außer Frage, aber trotzdem passt diese kraftvolle Schöpfung, für die die Zeilen „O wende, wende, deinen Lauf / Im Thale blühet Frühling auf“ aus einem Gedicht von Adolf Böttger den Impuls gaben, besonders gut in diese Jahreszeit, in der die Vorfreude auf die kommenden Maitage immer größer wird. Ein klingendes Frühlingsgemälde ist die Sinfonie Nr. 1 jedoch nicht. Trotz der ursprünglich geplanten bildhaften Satzüberschriften (Frühlingsbeginn, Abend, Frohe Gesellen, Voller Frühling) hören wir keine Programmmusik, sondern ein sich nahtlos in die klassische Sinfonietradition in der Nachfolge von Beethoven und Schubert einfügendes Werk.

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Die Vogtland Philharmonie ist ein überregional agierendes Orchester mit vielfältigem Spektrum. Als „Musikalischer Botschafter“ gastiert der Klangkörper in Konzerthäusern der Musikzentren nahezu aller europäischen Länder, wie dem Goldenen Saal des Musikvereins Wien oder dem Gewandhaus zu Leipzig. Mehrfach waren die Musiker zu Gast in der Türkei, China und den USA und sind bewährte Partner beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen. In einer einmaligen, länderübergreifenden Fusion verschmolz die Vogtland Philharmonie 1992 aus dem Staatlichen Sinfonieorchester Greiz und dem Staatlichen Vogtlandorchester Reichenbach zu einem unverzichtbaren Kulturträger, der die über 150-jährige Orchestertradition im Vogtland auf höchster Qualitätsstufe fortführt und sein Publikum begeistert.

David Marlow ist seit 2014 Chefdirigent der Vogtland Philharmonie. Von 2010 bis 2015 war er musikalischer Assistent von Andris Nelsons bei den Bayreuther Festspielen, für den er im Dezember 2015 kurzfristig die Lohengrin-Proben beim Concertgebouw Orkest Amsterdam übernahm. Aufgrund des positiven Echos folgten schnell weitere Einladungen. Regelmäßig ist er zu Gast beim WDR Sinfonieorchester, den Duisburger Philharmonikern sowie bei der Jenaer und der Nordwestdeutschen Philharmonie. In dieser Saison dirigiert David Marlow erstmals bei der NDR Radiophilharmonie Hannover und den Bochumer Symphonikern. Von 2010 bis 2013 war er Chorleiter des WDR Rundfunkchores. Dort arbeitete er mit Dirigenten wie Jukka Pekka Saraste, Esa-Pekka Salonen, Kurt Masur, Daniel Harding, Howard Griffiths, Simon Halsey und Kent Nagano. Seit einigen Jahren widmet sich David Marlow verstärkt der sinfonischen Musik und dirigiert viele Hauptwerke des klassisch-romantischen Repertoires, der klassischen Moderne und zeitgenössische Musik. In die aktuelle Saison startete er mit der Vogtland Philharmonie und dem Solisten Wolfgang Hentrich mit einer Aufführung von Peteris Vasks’ Violinkonzert Distant Light.

Geboren 1992 in Seoul, Südkorea, ist Chi Ho Han einer der vielversprechendsten Pianisten seiner Generation. Er gastiert regelmäßig in namhaften Konzertsälen rund um den Globus, darunter der Goldene Saal des Wiener Musikvereins, das Leipziger Gewandhaus, die Tonhalle Zürich, die Forbidden City Concert Hall in Peking. Bei renommierten Festivals wie dem Klavier-Festival Ruhr, dem Kissinger Sommer oder dem Rheingau Musikfestival ist Chi Ho Han ebenso zu hören wie mit Orchestern wie dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Orchester des Bayrischen Rundfunks, den Brüsseler Philharmonikern, dem Korean Symphony Orchestra, dem Sankt Petersburger Symphonieorchester und dem Utah Symphony Orchestra.