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Sonntag, 20. Oktober 2019
20:00 Uhr • Erwin-Piscator-Haus • Preise B

Klavierabend | Benjamin Moser

  • Benjamin Moser, Klavier
  • George Gershwin (1898 – 1937), Three Preludes for Piano
  • George Gershwin, Drei Song-Bearbeitungen (Earl Wild): The Man I love, Embraceable You, Fascinating Rhythm
  • Claude Debussy (1862 – 1918), Vier Préludes aus Buch 1
  • César Franck (1822 – 1890), Prélude, Choral et Fugue h-Moll FWV 21 (1884)
  • Claude Debussy, Arabesque E-Dur
  •   Claire de Lune aus Suite bergamasque
  • Maurice Ravel (1875 – 1937), Gaspard de la Nuit (1908)

Nachdem Benjamin Moser im März 2018 das Marburger Publikum mit Klaviersonaten Ludwig van Beethovens und Franz Schuberts begeistert hatte, entstand schnell der Plan, ihn auch einmal mit einem ganz anderen, weniger „klassischen“ Programm einzuladen. Dieser Plan wird jetzt – nur eineinhalb Jahre später – in die Tat umgesetzt, mit Werken, die alle in einem Zeitraum von knapp 40 Jahren um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert hin entstanden sind. Spätromantischen und impressionistischen Klängen der französischen Belle Époque von César Franck, Claude Debussy und Maurice Ravel stellt Benjamin Moser jenseits des Atlantiks fast zeitgleich von George Gershwin verfasste Preludes und Songs voran, wie sie amerikanischer kaum sein könnten. Mit dem extrem virtuosen und gleichzeitig doch so rätselhaften „Gaspard de la nuit“ von Maurice Ravel erklingt zum Abschluss des Konzertabends die Vertonung dreier Prosagedichte von Aloysius Bertrand. Mit diesem emotionsgeladenen Werk wollte Ravel nach eigenem Bekunden Klavierstücke schaffen noch virtuoser als Borodins Islamey, die damals als unspielbar galt.

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An diesem Abend stellt sich der 1981 in München geborene Benjamin Moser dieser Herausforderung, der bereits im Jahr 2007 für internationales Aufsehen sorgte, als er im Juni Preisträger des renommierten Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau wurde, bei dem er auch den Preis für die beste Interpretation der Musik Tschaikowskys sowie den Publikumspreis erhielt. Bereits im Januar des gleichen Jahres hatte er in New York den ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Young Concert Artists“ erhalten. Seither folgten viele Solorezitale und Auftritte mit bedeutenden Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, der Staatskapelle Weimar unter Stefan Solyom, dem MDR Symphonieorchester unter Christian Järvi und der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Andris Nelsons. Festivals wie das Dubrovnik Festival, das Luzern Festival und das Klavierfestival Ruhr gehören zu seinen Wirkungsstätten ebenso wie der Münchner Herkulessaal oder die Alte Oper Frankfurt. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte seiner Konzerte machten Benjamin Moser national und international bekannt.

Studiert hat Benjamin Moser an der Hochschule für Musik und Theater München bei Michael Schäfer und an der Universität der Künste Berlin bei Klaus Hellwig. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er von Dimitry Bashkirov, Stanislav Ioudenitch und seit 2012 von Alfred Brendel in London. Seit dem Frühjahr 2019 unterrichtet Benjamin Moser seine eigene Klavierklasse an der Hochschule für Musik Luzern.